Freitag, 23. Oktober 2015

wie sag ichs

Beim Bloggen, beim Posten auf Facebook oder beim Benennen der Ordner in Pinterest stellt sich mir immer wieder die Frage:"Welche Sprache verwende ich?" Ich kenne liebe Menschen in vielen Teilen der Welt, mit den verschiedensten Muttersprachen, drum wäre die Schnittmenge Englisch das Naheliegendste. Andererseits habe ich jetzt auch ein paar französische Freunde, die kein Englisch sprechen - ganz zu schweigen von meinen Eltern.

Beim Bloggen hatte ich mich ja nach einigem Rumprobieren schon vor längerer Zeit für Deutsch entschieden, denn bei diesem eher textlastigen Medium ist es mir wichtig, dass ich genau das schreibe, was ich ausdrücken will. Bei meiner öffentlichen Facebook Page schreibe ich auch deutsch, da meine Zielgruppe meist diese Sprache spricht. Wenn ich jedoch hier oder bei Facebook Dinge verlinke, können die auch in ner andren Sprache sein. Persönlich folge ich ja per RSS-Feed auch so mancher Website, deren Sprache ich nicht verstehe. Wozu gibts denn Google Translate...

Bei Pinterest hatte ich bisher Englisch als Sprache gewählt, um eine möglichst große Reichweite zu haben. Aber ist es mir überhaupt wichtig, die "desperate housewifes" in den USA zu erreichen? Nein. Eigentlich möchte ich meine gesammelten Webfundstücke bei Pinterest doch eher mit Menschen in meinem Umfeld teilen, zum Beispiel mit meiner Mutter oder den Damen beim Strickkreis. Auch erscheint es mir wichtiger, Menschen die Tür zu öffnen, die sonst kaum einen Zugang zum englisch dominierten Teil des kreativen WWW hätten. Darum spricht seit dieser Woche auch mein Pinterest deutsch.






Fortsetung folgt Freitag

Freitag, 16. Oktober 2015

Glücksmomente

Ich muss zugeben, ich kaufe immer seltener Zeitschriften. Das mag an Pinterest liegen, denn irgendwie hält mir meine innere Schwäbin beim Durchblättern von Kreativmagazinen immer nen Vortrag, dass die Ideen dort zwar ganz nett seien, dass die Zeitschrift aber eh nur nen Bruchteil der DIY-Anregungs-Massen enthält, die ich gratis im Netz finden kann. Aber vielleicht ist der Grund auch, dass ich nicht zuletzt beim Packen der Umzugskisten realisiert habe, wie viele Rezepte, Anleitungen und DIY-Ideen ich ausgeschnippelt und noch nie umgesetzt hatte.
Eine Ausnahme ist die Zeitschrift FLOW! Ich kannte sie schon aus den Niederlanden und seit es die deutsche Ausgabe gibt, habe ich natürlich ein Abo. Ich will jetzt nicht meckern, dass ich es zunehmend nervig finde, dass es in der doch recht hochpreisigen Zeitschrift immer mehr Werbung gibt, denn heute soll es ja um Glücksmomente gehen.

Ein Glücksmoment war nämlich Anfang der Woche das Eintreffen meines Flow Kalenders für 2016, ein Tagesabreißkalender mir 365 liebevoll illustrierten "tiny pleasures." Den hatte ich mir dieses Jahr nämlich rechtzeitig bestellt. Der 2015 Zitate-Kalender war nämlich ausverkauft bis ich ihn bestellen wollte, weil meine bereits oben erwähnte innere Schwäbin wie immer bis Januar warten wollte, denn da gibts die ja in der Regel billiger - oder gar nicht mehr, wie ich jetzt weiß ;)

Zunächst dachte ich mir, dass es doch ganz schön blöd ist, dass ich noch zweieinhalb Monate warten mus, bis ich das erste Kalenderblatt abreißen darf, aber wozu brauche ich eigentlich einen Kalender, um Glücksmomente in meinem Alltag zu fiden?!
Kurzum, ich sammle jetzt meine eigenen Momente des Glücks, denn Glück ist ja eh so individuell wie ein Fingerabdruck.

Dieser Rucksack zum Beispiel, den ich in ner alten Kiste fand, ist für viele bestimmt einfach ein altes tristgraues Stück. Für mich ist er aber ein wunderbarer Schatz, denn er stammt von meinem Opa! Ich konnte förmlich die Milkaschokolade schmecken, die meine Großeltern immer für mich eingepackt hatten. Ach, hatte ich ne herrliche Kindheit! Danke Oma & Opa!


Freitag, 9. Januar 2015

War heute ein typischer Tag? Warum oder warum nicht?

Die Freitagsfrage ist heute eine, die man erst gegen Ende eines Tages beantworten kann.

Eigentlich war heute alles wie an einem "normalen" Freitag. Der Morgen und der frühe Nachmittag war, wie immer freitags, für Eco Mercerie reserviert. Wir recycelten die Materialien der Klamotten, die man nicht mehr secondhand bei "240" weiterverkaufen kann. Tranken Kaffee. Aßen meinen Maronenkuchen. Quatschten. Vero und ich hatten wieder unsere üblichen Diskussionen. "Wie ein altes Ehepaar", sagen die anderen dann immer schmunzelnd. Dabei sind Vero und ich erst seit nicht mal nem Jahr befreundet.
Also eigentlich ein typischer Freitag. Eigentlich. Wäre da nicht dieser Grauschleier, der alles umgibt, selbst das, was man sonst mit Freude betrachtet und dieser leise Mollton, der in jeder Unterhaltung mitschwingt. Irgendwie sitzt Charlie mit uns an der großen Tafel...

Freitag, 2. Januar 2015

Freitagsfrage

2015! Ich halte ja nicht viel von guten Vorsätzen. Darüber hatte ich ja in einem der wenigen Blogposts 2014 mal geredet. Nichtdestotrotz finde ich den Jahreswechsel wichtig, denn er ist eine Art "Resetknopf". Wann sonst haben wir die Chance Dinge adacta zu legen, die nicht so gut gelaufen sind und fühlen uns motiviert, wieder mit Elan Neues anzugehen? Allzu oft lähmen uns Dinge, die mit dem Label "ich sollte endlich mal wieder..." versehen sind. Zum Beispiel hatte "ich sollte endlich mal wieder bloggen" auch nicht dazu geführt, dass es hier was zu lesen gab...

also jetzt: <<reset>>

Zum Geburtstag hatte ich mir selbst das Buch Q & A a day geschenkt. Eine Art Tagebuch. Man bekommt täglich eine andere Frage gestellt und hat Platz für jeweils 5 Antworten. Im besten Fall ist das Buch also nach 5 Jahren voll. Glücklicherweise gibt es keine vorgedruckten Jahreszahlen sondern es steht nur 20__. Ich habe also bis zum 31.12.2099 Zeit, jede Frage 5 mal zu beantworten ;)

Mir kam die Idee, dass es zusätzlich motivierend für mich sein könnte, freitags die jeweilige Frage hier öffentlich zu beantworten. Und wie würdet Ihr antworten? Schreibt doch einfach nen Kommentar!

Die Frage vom 2. Januar:


Einen Teil der Antwort hatte ich ja irgendwie oben schon gegeben. Denn wenn sich Menschen nicht ändern könnten, würde auch so ein "Resetknopf" keinen Sinn machen. Ich denke also, dass man sich aus innerem Antrieb heraus ändern kann, wenn man es wirklich will.
Der eigene innere Wille ist dann auch das Problem, wenn wir versuchen andere Menschen zu verändern. Wir können jemandem das Navi programmieren, ihm erzählen wie toll es da ist und ihn vielleicht sogar dorthin begleiten, aber ob er sich dort wohl fühlt und er dort freiwillig bleiben will, können wir nicht bestimmen!




Freitag, 14. Februar 2014

und weiter gehts 2014

Ich hatte mir überlegt, ob ich mir für 2014 vornehmen sollte regelmäßiger zu bloggen. Zum Beispiel wirklich jeden Freitag. Hier. Aber warum eigentlich?! Wenn es mir wirklich ein Bedürfnis wäre, regelmäßiger bloggen, dann würde ich es auch tun. Dazu braucht es keinen Jahreswechsel. Eigentlich gilt das ja für jegliche Art von Vorsätzen. Wieso sagt man eigentlich "gute Vorsätze"? Gibt es dann auch "schlechte Vorsätze"? Fragen über Fragen. Aber ich schweife ab...
Eigentlich will ich ja nur kurz drüber schreiben wie lange es gedauert hat, bis ich hier angekommen bin, in Frankreich. Oder vielmehr, wie froh ich darüber bin, endlich angekommen zu sein!
Irgendwie hatte ich mir alles viel einfacher vorgestellt. Das mit dem Sprachelernen. Aber französisch ist halt nicht so einfach zu lernen wie Holländisch - zumindest nicht für mich als Deutsche. Ok Ok! Easy Ausrede...
Aber es macht jetzt auch keinen Sinn weiter nach Ursachen zu suchen. Das wichtige ist, dass mein Französisch echte Fortschritte macht, seit ich mich für die Künstlervereinigung "le 240" engagiere. Meine Aussagen hören sich zwar in der Regel so an:

drei langues at the same temps

Aber das wichtigste ist, dass die Leute beginnen mich zu verstehen. Und ich bin zuversichtlich, dass bald mehr und mehr englische und deutsche Wörter französischen weichen werden :)

Freitag, 29. November 2013

Schmelzgranulat oder wo wurzelt mein DIY

Am vergangenen Mittwoch stellte ich einen Wunschzettel bei buttinette zusammen, dessen Inhalt man dort zu Weihnachten gewinnen kann. Beim Stöbern durch das Angebot stieß ich auf ein Schmelzgranulat-Set. "Cool" dacht ich, "das gibts noch/wieder!?"

Ich finde es klasse, dass im Moment kreatives Selbermachen wieder hoch im Kurs steht und dass zudem fast vergessene Techniken und Materialien wieder ganz aktuell sind. Dazu gehört auch Makramee. Die Knüpftechnik blieb die alte, aber statt diesem superkratzigen Garn, finden heute zum Beispiel auch Schnürsenkel Verwendung. Oder es werden Sachen upgecycled.
Eine schöne Erfahrung für mich persönlich war zu merken, dass ich die Makramee-Knoten immer noch drauf habe. Etwas holprig zwar am Anfang, aber es kommt wieder...

Ausgelöst durch diese Schmelzgranulat-Entdeckung wurde ich zurück in die Zeit meiner Kindertage in den 1970ern katapultiert. Dorthin wo meine Kreativität ihren Anfang nahm.

Als Kreative kommt man früher oder später and den Punkt, an dem man sich fragt woher man seine kreativen Wurzeln hat.

In diesem Bereich habe ich reichlich Quellen:
Mama näht mit Leidenschaft. Oma Rosina und Oma Klara taten das auch. Das gleiche gilt für Stricken & Co. Sogar Papa strickt - allerdings mit ner Strickmaschine. Und er ist ein noch bessrer Heimwerker. Genauso wie Opa Georg. Papa kann nichts wegwerfen, das vielleicht irgendwann noch mal nützlich sein könnte. Den Upcycling-Gedanken hab ich also eindeutig von ihm. Nur mein Opa Karl war nicht so der DIYer. Dafür hatte er sowas von nem grünen Daumen. Sein Garten war in ganz Heubach bekannt.
Aber Gene sind nicht alles. Leider hatte wir zu Oma Klara und Opa Georg weniger Kontakt, denn wir sahen sie praktisch nur am Wochenende und zu Familenfesten. Sie wohnten ca. 10 km entfernt und mein Vater hat 5 Geschwister, sodass meine Brüder und ich nicht die einzigen Enkel waren.
Bei Oma Rosina und Opa Karl war das anders. Sie lebten auf der anderen Seite des Bachs, über den es sogar eine kleine private Brücke gab. Sie waren Teil unseres Alltags und hatten darum automatisch mehr Einfluss auf meine kreative Entwicklung.


Ich denke, dass neben meinen Eltern, meine Oma Rosina den meisten Einfluss auf die Entwicklung meiner Kreativität hatte. Durch das Schmelzgranulat, das ich von ihr kenne, realisierte ich, dass sie auch gerne mal was neues ausprobierte. Denn das muss in den 70ern vermutlich ganz neu gewesen sein. So ein Ausschauen nach neuen Trends kenn ich auch von mir. Bei YouTube sah ich zum Beispiel ein paar amerikanische Videos über den "Rainbow Loom". Scheint in den USA gerade ein Renner unter den Teenies zu sein. Natürlich war mein Interesse geweckt... :)

Bee creative!


reizenbee

Freitag, 25. Oktober 2013

Wollen wollen & Müssen müssen


So richtig merken tut mans ja nicht... oder man will es nur nicht wahrhaben... man hatte das doch alles schon bei den Eltern beobachtet... und das vor gar nicht mal so langer Zeit...

Wenn ich aber so recht drüber nachdenke, begann es so um die Zeit, als die 4 vorne dran kam - das mit dem schlechter Sehen.

Und komischerweise hatte ich auf einmal vergessen, dass ich als junger Hüpfer immer ne Brille wollte und sogar ernsthaft über eine mit Fensterglas nachgedacht hatte. Aber es ist einfach ein Unterschied zwischen Wollen wollen und Müssen müssen. 
Auch wenn ich mit der 4 erstaunlich wenig Probleme habe - zumindest weniger als davor befürchtet - so ne Lesebrille setzt dann doch ein sichtbares Zeichen des Älterwerdens. Und ist zudem unumkehrbar. Denn wenn sich die Augen erst einmal wieder an die bessere Sicht gewöhnt haben, wollen sie doch bestimmt ohne das Ding nimmer. 
Drum hab ich zunächst anders kompensiert. Wozu gibt es Nadel-Einfädler? Und wenn die Zutatenliste auf Lebensmitteln zu klein gedruckt ist, haben die eh was zu verbergen...

Aber seitdem Herr M. auf Lesebrille umgestigen ist - und Er ist ja nur einen Monat und eine Woche älter - hab ich auch ab und zu im Supermarkt eine probiert.
Das wunderliche ist ja, dass man feststellt, dass man mit Brille Text wieder scharf sieht, bei dem man vorher gar nicht bemerkt hatte, dass er verschwommen ist. Das Gehirn ist schon ein Wunderding...

Bei Hema fand ich nun eine, die nicht nach Billigheimer aussieht und für die ich doch nur 5 € hinlegen musste. Denn mehr will ich vorerst nicht ausgeben für etwas, das eh nur ungenutzt rumliegt. Oder werd ich sie doch öfter aud der Nase haben? Jetzt wo sie schonmal im Haus ist. 

Wir werden sehen...